Lockdown und die Psyche?

Im März des Jahres 2020 kam es zu dem ersten richtigen Lockdown. Eine Vielzahl an Beschränkungen und ein weitgehender Wechsel zur Arbeit von zu Hause aus waren die ersten Konsequenzen. Im April kam es in der Folge zur Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Supermärkten, Bussen und Bahnen. Nachdem es zum Sommer hin zu Lockerungen kam und auch Reisen in das Ausland teilweise wieder möglich war, kam es im November und Dezember zu einem erneuten Lockdown. Dadurch, dass Treffen mit Freunden oder Bekannten nur begrenzt möglich ist und auch ein Urlaub in dem Sinne nicht mehr möglich ist, sinkt die Freude. Für die Psyche hat dies starke Auswirkungen. Einige Faktoren könnten auf eine Depression hindeuten.

Kein Leben wie noch 2019 möglich

Während im Sommer noch Treffen mit mehreren Freunden oder Bekannten möglich war, kann sich zurzeit nicht mehr im größeren Kreis getroffen werden. Auch Shopping oder Veranstaltungen im Bereich der Kultur oder Sport sind nicht mehr möglich. Dadurch, dass viele Berufe zurzeit im Home-Office ausgeführt werden, fällt auch der Kontakt mit den Arbeitskollegen weg. Darüber hinaus hatte die Corona-Pandemie auch Auswirkungen auf die Wirtschaft, weshalb viele Arbeitsplätze wegfallen. Weil sich ein Teil der Bevölkerung Sorgen um ihren Job machen musste und muss, sinkt die Freude am Leben zum Teil.

Test zur Prüfung von Depression

Bereits vor der Corona-Pandemie war es normal, dass es positive und eher negative Stimmungen gab. Jedoch gab es in den Jahren zuvor bei einem Großteil der Bevölkerung Tage oder Anhaltspunkte in der nahen Zukunft, auf die hingearbeitet wurde. Gerade im Herbst und Winter galt ein Stimmungstief bereits in den Jahren zuvor als normal. Falls die negative Stimmung jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, ist Vorsicht und Handeln gefragt. Von der AOK wurde ein Selbsttest entwickelt, um herauszufinden zu können, ob Depressionen vorliegen. Jedoch ist ein vorgesehener Besuch beim Arzt dadurch nicht zu vermeiden. Der Test handelt von Fragen von der Müdigkeit, über den Antriebsmangel bis hin zu Schlafstörungen. Neun Fragen beinhaltet der Test, dessen erstes Ergebnis schon nach Beendigung des Tests automatisch vorliegt. Ab einem bestimmten Resultat ist der Arztbesuch ratsam.

BDI

Ein weiteres Tool ist der Beck-Depressions-Inventar, kurz BDI. Eine BDI Auswertung soll zeigen, wie stark eine Depression ausgeprägt ist. Somit ist die Methode nicht dazu gedacht, eine Depression zu erkennen. Vielmehr geht es in dem Fragebogen, welcher aus 21 Fragen besteht, um die Feststellung der Ausprägung der Krankheit.

Typische Anzeichen einer Depression

Die Symptome einer Depression sind vielfältig und können von Person zu Person abweichen. Häufig ist es nicht einfach, eine wirkliche Depression festzustellen. Jedoch gibt es Anzeichen am Körper sowie seelische Anzeichen, dass ein Mensch depressiv ist.

Typische Symptome sind Schlafstörungen, eine Erschöpfung, Appetitlosigkeit und Antriebsmangel. Außerdem können auch chronische Schmerzen im Kopf oder am Rücken Anzeichen von einer Depression sein.

Auf der anderen Seite gehören eine fehlende Freude, eine negative Stimmung, eine Leere und Ängste zu den seelischen Symptomen. Dennoch sind auftretende Symptome nicht in jedem Fall gleich ein Zeichen von einer Depression. Das Aufsuchen eines Arztes ist jedoch ratsam, falls einige dieser Symptome über längere Zeit bestehen bleiben.

Unterschiede zu einer depressiven Verstimmung

Eine negative Stimmung, die über einen längeren Zeitpunkt anhält, wird auch als depressive Verstimmung beschreiben. Die Symptome beider Krankheiten ähneln sich. Der große Unterschied zu einer Depression ist jedoch, dass die Verstimmung nicht kontinuierlich bestehen bleibt, sondern nur teilweise und in Phasen auftritt. Die Gründe für eine depressive Verstimmung liegen häufig in besonderen Punkten oder Ereignissen, die grundsätzlich für eine negative Stimmung sorgen. Vernachlässigt werden sollten jedoch auch diese Symptome nicht. Bei Zweifeln oder Dauer über einen längeren Zeitraum ist ein Besuch beim Arzt empfehlenswert.

Auch eine mögliche Anpassungsstörung kann dabei festgestellt werden. Unterstützung und Hilfe werden von einer Vielzahl an Einrichtungen und Institutionen angeboten.

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